Die 12 Episoden lange Anime-Serie Tasogare Otome x Amnesia lief in der Spring Season 2012. Als Vorlage diente der gleichnamige Manga, welcher seit 2008 in Japan erscheint.
Das sechste DVD/Blu-ray Volume enthält außerdem eine 13. Episode als Special, welche nicht im japanischen Fernsehen lief.
Kurzinfo
- stereotypische Charaktere
- hübscher Zeichenstil
- recht atmosphärisch
- gute Mischung aus Komödie, Romanze und Drama
- Episoden schwanken zwischen interessant und langweilig
Worum geht es?
Teiichi Niiya ist ein ganz normaler Schüler, der ein normales Leben führt. Die Schule, auf die er geht, ist aber etwas besonderes. Diese hat einen sogenannten Altbau, welcher schon seit der Gründung der Schule besteht. An diesem alten Teil der Schule wurden in den vielen Jahren schon einige Umbauarbeiten vorgenommen und so gibt es Gänge, die in Sackgassen führen, Zimmer, die verschlossen sind und die keine Tür mehr besitzen oder Innenhöfe, welche von Häuserwänden umschlossen sind und in die kein Weg mehr führt. Da dieses alte Gebäude sehr leblos ist und eben diese besondere Architektur hat, ranken sich darum einige Geistergeschichten. Eine davon besagt, dass sich der Geist eines Mädchens dort befinden soll.
Genau diesen Geist kann der junge Teiichi als einziger sehen. Er weiß nicht genau, wieso gerade er und das ganz plötzlich diesen sehen kann, aber er kann mit dem Mädchengeist namens Yuuko Kanoe reden und sie sogar anfassen. Yuuko irrt bereits seit über 60 Jahren im alten Schulkomplex herum und kann sich an nichts mehr erinnern, was davor geschehen ist. So beschließt er das Geheimnis von Yuukos Vergangenheit zu lüften und gründet dazu mit zwei Schulkameradinnen den Klub für Paranormale Aktivitäten. Schon bald merkt er aber, dass Yuuko nicht die einzige zu sein scheint, welche auf dem Schulgelände ihr Unwesen treibt und das es seine Gründe hat, warum Yuuko sich nicht mehr an früher erinnern kann.
Eindruck
Tasogare Otome x Amnesia hat einen sehr interessanten Mix aus Genres. Da wäre das Genre Romanze, welches durch die Beziehung zwischen Teiichi und Yuuko zustande kommt. Durch die Atmosphäre und die Geschichte, welche erzählt wird, kann sich der Anime wohl auch zu Mystisch und einen ganz kleinen wenig zu Horror zählen. Was zu lachen gibt es auch immer wieder, denn wenn man mit einem unsichtbaren Geist eins haben kann, dann ganz viel Spaß. Und dann wäre da noch der Drama-Anteil, welcher zwar erst ganz zum Schluss zur Geltung kommt, mich aber unglaublich gut überzeugen konnte. Tasogare Otome x Amnesia bietet einem dadurch immer etwas Abwechslung und das hat mir sehr gefallen.
Weniger Abwechslungsreich fallen da die Charaktere aus. Diese sind eher Stereotypen, welche man mit Sicherheit schon einmal in anderen Anime gesehen hat. Trotzdem waren sie mir alle recht sympathisch und keiner ging mir durch seine Art auf die Nerven. Dennoch schade, denn in diese etwas mehr zu investieren, hätte der gar nicht mal so schlechten Story gut getan. Es zieht sich zwar ein roter Pfaden durch die Episoden und es gibt immer mal wieder kleinere Überraschungen, aber zwischendrin kommen dann auch mal ein oder zwei Episoden, welche die Story nicht so wirklich voran treiben oder sie in die Länge ziehen. Trotzdem wissen gerade die letzten Folgen sehr zu überzeugen und so hat es sich durchaus gelohnt, an diesem Anime dran zu bleiben.
Optisch sieht Tasogare Otome x Amnesia recht schön aus und strahlt insgesamt eine dunkle und düstere Atmosphäre aus, die aber nicht ausschließlich dazu genutzt wird Angst und Schrecken zu verbreiten, sondern viel mehr um eine geisterhafte Stimmung zu erzeugen, was angesichts des Settings und der Story auch sehr gut passt.
Fazit
Tasogare Otome x Amnesia hat mich in der Spring Season 2012 insgesamt gut unterhalten. Gerade die eher besondere Beziehung zwischen Teiichi und Yuuko war mal etwas anderes, was der Anime auch sehr gut herüber gebracht hat. Und auch die oben erwähnte Abwechslung durch die Genres war ganz nett. Wer mal eine etwas andere Romanze sehen will und vor einen kleinen wenig Horror nicht zurück schreckt, sollte hier mal einen Blick hinein werfen.



