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Review: ef – a tale of memories

Die zwölf Episoden lange Serie ef – a tale of memories lief in der Fall Season 2007. Also Vorlage diente die Visual Novel ef – a fairy tale of the two. An der Story des Anime hat sich unter anderem Makoto Shinkai beteiligt.

Ein Jahr nach der ersten Folge ef – a tale of memoires lief die Fortsetzung, ef – a tale of melodies im japanischen Fernsehen an.

Kurzinfo

  • mitreißend dramatische Geschichte
  • tiefgründige und sympathische Charaktere
  • trotz des Alters eine gute Optik
  • sehr guter Soundtrack

Worum geht es?

In ef – a tale of memories geht es zum einen um Renji Asou, einem Hochschüler der in einer Kleinstadt am Meer lebt. Er ist ein recht ruhiger Junge und ließt gerne an einem verlassenen Bahnhof, durch den schon lange keine Züge mehr fahren, Bücher oder denkt über sein Leben nach. Eines Tages trifft er an diesem Bahnhof ein schüchternes Mädchen mit dem Namen Chihiro Shindou. Auch die Tage darauf treffen sich die beiden am verlassenen Bahnhof und Renji hat den Eindruck, immer ein leicht veränderten und anderen Chihiro gegenüber zu stehen, als noch am Tag zuvor.

Außerdem geht es um Hiro Hirono, welcher ebenfalls auf die Schule von Renji geht und in der selben Stadt lebt. Zumindest scheint es auf den ersten Blick so. Nur geht er nicht oft zur Hochschule, da er ein junger und talentierter Mangaka ist und ihn seine Fristen zur Abgabe eines neuen Teils seiner Manga wichtiger sind als die Schule. An einem Heiligabend begegnet er Miyako Miyamura, welche ihm sein Fahrrad weg nimmt, um einen Handtaschendieb, der ihre neue Tasche hat, zu verfolgen. Hiro rennt ihr hinterher und findet sie kurze Zeit später neben dem kaputten Fahrrad ohnmächtig auf der Straße liegen. Nach einigen Minuten wacht Miyako wieder auf und die beiden suchen noch eine weile nach dem Dieb, bis sie schließlich aufgeben und den Weihnachtsabend am Strand verbringen. Bis zu ihrem nächsten Treffen vergeht zwar einige Zeit, aber es war nicht das letzte Mal, dass die beiden sich begegnen.

Eindruck

Der Zeichenstil dieses Anime ist aus meiner Sicht unglaublich schön. Die Charaktere und Animationen sehen toll aus. Die Hintergründe schaffen eine tolle Atmosphäre und sehen Bildschön aus. Was an diesem Anime aus meiner Sicht in Sachen Aussehen aber so besonders ist, ist die Abwechslung welche einem auf gewisse Weise geboten wird. Mal werden Szenen im schlichten Schwarz-Weiß gezeigt. In einer anderen Szene wiederum werden manche Farben übertrieben stark beleuchtet. Auch wird manchmal das gesamte Bild für den Bruchteil einer Sekunde in einer einzigen Farbe getaucht. Was auf dem ersten Blick wie ein schlechter Schnitt aussieht, schafft etwas ganz anderes. Farben verbindet man mit gewissen Gefühlen und genau dieses Prinzip machen sich die Macher hier zu nutze und unterstreichen einzelne Szenen. Das alles wirkt vielleicht etwas aufgesetzt und würde bei manchen Anime bestimmt fehl am Platz sein. Hier passt es meiner Meinung nach aber zu ef – a tale of memories. Es ist etwas, das mir sehr gefallen hat und das ich so bisher noch nicht in einem Anime gesehen habe. Auch wenn es am Anfang etwas ungewöhnlich ist, möchte man den Stil des Anime schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen, da es das Gesehene sehr schön unterstreicht.

ef – a tale of memories bietet nicht viele Charaktere. Aber auf die wenigen, welche es gibt, wird in den zwölf Episode gut eingegangen. Es wird geschafft auf fast alle so weit einzugehen, dass man deren Standpunkte komplett nachvollziehen kann und keine offenen Fragen bleiben. Zwar sind es keine besonderen Charaktertypen, dennoch fand ich sie ganz gut, da sie in gewisser Weise recht normal sind. Mir haben einfach alle Charaktere gefallen und keiner hat mich genervt.

Die zwölf Episoden passen von der Länge her perfekt zur Story. Diese ist aus meiner Sicht sehr durchdacht, behält einige Überraschungen bereit und in jeder Folge passiert etwas. Keine ist uninteressant und es wird schön zwischen den Hauptcharakteren hin und her gewechselt oder Parallelen aufgebaut.

Die Musik ist wunderschön und der Soundtrack ist gleich nach Clannad einer der schönsten, welche ich bisher gehört habe. Hierbei wird besonders auf den Einsatz von klassischen Instrumenten gesetzt. Die Violine spielt dabei eine ganz besondere Rolle. Wie es sich bei einem solchen Genre gehört, ist die Musik natürlich eher ruhig gehalten und hat einzelne Höhepunkte. Es unterstreicht die Dramatik oder Trauer im Anime einfach wunderbar.

Damit die Stimmung beim Schauen aber nicht zu sehr in den Keller rutscht, gibt es auch immer wieder lustige Szenen. Zwar halten sich diese in Grenzen, aber trotz der Dramatik schafft es ef – a tale of memories zum Glück nicht einen völlig herunter zuziehen, sondern den Zuschauer lediglich zum Nachdenken anzuregen.

Fazit

Ja, was lässt sich zum Abschluss sagen? Ich habe den Eindruck, in ef – a tale of memories passt einfach alles super zusammen und harmoniert mehr als gut miteinander. Eine Handvoll Charaktere, welche alle recht unterschiedlich sind. Eine schöne Story, die an einigen Stellen durchaus zu überraschen weiß und, wie ich noch nicht erwähnt habe, auch einen Hauch Fantasy enthält. Ein klasse Soundtrack und eine super Optik, welche eine unglaublich tolle Atmosphäre erzeugt und einen richtig in diesen Anime versinken lässt. Für Freunde von Clannad oder anderen Anime im Bereich Drama und Romantik kann ich hier eine klare Empfehlung aussprechen. Ich werde mir die zweite Staffel, ef – a tale of melodies auf jeden Fall angucken.

Zum Schluss noch ein Zitat, von denen übrigens immer wieder welche eingeblendet werden und deren Bedeutung erst gegen Schluss klar wird.

The girl is only one in the world. That made her the god of this world.

02.06.2012

Twaldigas

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