Der erste Anime, welchen ich mir aus der aktuellen Summer Season angeguckt habe, trägt den Namen Tari Tari und dieser wird 13 Episoden umfassen. Vom Genre her ist diese Anime-Serie Slice of Life, also das was ich eh mit am liebsten gucke.
In Tari Tari geht es um fünf High School Schüler, die sich im letzten Schuljahr befinden. Eine davon ist die Schülerin Konatsu Miyamoto, welche Teil eines Chors ist, der jährlich auftretet. Dort ist sie allerdings nur, um der Klavierspielerin das Notenbuch umzublättern und nicht um zu singen. Dies bleibt ihr, seit dem letzten Auftritt vor einem Jahr, verwehrt. Als sie nach dieser langen Zeit die Leiterin des Chors aber darum bittet, sie wieder singen zu lassen, wird diese Bitte abgelehnt. So beschließt sie aus dem Chor auszutreten und einen eigenen Klub zu gründen, um zu singen.
Mehr erfährt man aus der ersten Episode von Tari Tari erst einmal nicht. Das die anderen vier Protagonisten nun aber diesem neuen Klub beitreten werden, ist wohl mehr als wahrscheinlich und eigentlich schon klar. Die Charaktere machen auf mich erst einmal einen sehr netten und sympathischen Eindruck. Zwar sind es keine besonderen Charaktertypen, aber die Art und Weise von Konatsu gefällt mir zum Beispiel sehr gut. Außerdem gibt es da noch einen Schüler, der aus Österreich kommt und sich erst langsam mit der japanischen Kultur anfreunden muss. Das wird sehr witzig dargestellt, da er es in Sachen Höflichkeit zum Beispiel sehr stark übertreibt. Insgesamt scheint es eine nette Mischung an Charakteren zu sein.
Der Zeichenstil, die Hintergründe und die Animationen gefallen mir sehr gut. Hat mich auch etwas an True Tears erinnert. Das verwundert aber nicht großartig, denn an den Animationen arbeitet ebenfalls P.A. Works. Auch sonst machen die Macher daraus kein Geheimnis, denn in einer Szene wird beispielsweise das Opening von True Tears gesungen. Wirklich ein nettes Detail.
Zur Story kann man natürlich noch nicht viel sagen. Da es in diesem Anime aber auch um das Thema Musik geht, wird Tari Tari dem Vergleich mit K-ON! nicht entkommen können. K-ON! war nicht schlecht, aber ich hoffe einfach mal, dass Tari Tari tiefsinniger wird und nicht nur auf den Spaß- und Süßheitsfaktor setzt. Zum Glück hinterlässt dieser Anime diesen Eindruck bei mir aber überhaupt nicht und so denke ich schon, dass er eine andere Richtung einschlagen wird. Ich hoffe es zumindest.
Ich werde weiter dran bleiben und hoffe, dass Tari Tari eine gute Slice of Life-Serie wird, die interessante Charaktere, eine gute Story und einige Überraschungen für den Zuschauer bereit halten wird.


