TriStar - Das Geheimnis des Sonnenzepters [PROLOG]

Das bedeutet: Es ist in der ICH-Form geschrieben. Es beschreibt quasie ihren Abend und den Traum~

Prolog von Nanami Haruko - Der seltsame Traum

Ich wollte mich gerade Bett fertig machen, denn es war schon spät Abends, als meine Tür aufsprang. „Schatz wie geht es dir? Was hat der Arzt heute gesagt?“ fragte mich meine Mutter sogleich. Ich drehte mich zu ihr und sah sie einen Moment an, dann drehte ich mich weg und antwortete: „Mir geht es gut! Er sagte es geht mir gut...“ Ich machte eine kleine Pause und lächelte sie danach an. Meine Mutter schaute mich skeptisch an und als dann noch mein Vater auftauchte, drehte ich mich komplett weg. „Warum lügst du deine Mutter an, Nanami?“ wollte er von mir wissen. „Ich lüge doch gar nicht.“ Noch immer konnte ich sie dabei nicht anschauen. „Du bist heute Morgen so schnell los und vor einer halben Stunde wieder gekommen. Es ist doch klar, das wir wissen möchten was der Arzt gesagt hat. Wenn du es uns nicht sagen willst, dann fragen wir ihn morgen eben selbst!“ Ich drehte mich entsetzt um und fing an zu weinen. „Was glaubt ihr denn wie es mir geht? Jede Nacht aufs Neue habe ich Alpträume und danach kann ich nicht mehr schlafen. Wisst ihr wie schlimm das ist? In der Schule kann ich mich nicht mehr konzentrieren und schreibe daher Schlechte Noten. Ich traue mich nicht mehr zu schlafen! Ich habe Angst davor zu Träumen. Ich will nicht mehr Sterben, auch wenn es nur im Traum ist!“ Eigentlich wollte ich meine Eltern nicht anschreien, aber dieses >wie geht es dir?< oder >was hat der Arzt gesagt?< geht mir wirklich so langsam auf die Nerven. Ich ließ mich aufs Bett fallen und weinte in mein Kopfkissen. Ich hörte, das meine Mutter ebenfalls anfing zu weinen und aus dem Zimmer rannte. „Wir machen uns Sorgen, aber das scheint dich nicht zu interessieren Nanami!“ Mein Vater wollte gerade aus dem Zimmer gehen, da drehte ich mich zu ihm um. „Ich habe nie gesagt das ihr euch Sorgen machen sollt!!“ Durch diesen Satz sah mein Vater mit entsetzt an und verließ den Raum. Ich weinte weiterhin in mein Kissen. Wieso konnten sie mich nicht in Ruhe lassen?

Ich habe solange geweint, das ich wohl irgendwann eingeschlafen bin. Das einzige was ich noch mitbekam war, das meine Eltern noch mal reingeschaut haben. Schon bald habe ich angefangen zu träumen, wovor ich mich eigentlich gefürchtet hatte.

Ich zog gerade mein Lieblingskleid an, als die Tür aufging. „Prinzessin! Wir müssen schnell weg!“ Ich schaute die Person, die vor mir stand, fragend an. „Habe ich irgendwas angestellt? Also wenn es an diesem Kleid liegt, dann...“ Ich begann darüber nachzudenken was passiert sei, doch da wurde ich auch schon unterbrochen. „Es hat nichts mit dem Kleid zu tun. Es sind fremde Männer hier eingedrungen. Die wollen Sie umbringen. Wir müssen schnell weg!“ Ich verstand nur Bahnhof, was wollte sie mir sagen. „Beruhige dich Mimi! Und erklär mir das noch mal in Ruhe!“ Meine Zofe sah mich entsetzt an und da wusste ich, das wirklich irgendwas schreckliches passiert sei. „Dafür haben wir jetzt keine Zeit! Ich muss Sie hier raus bringen!“ sagte sie und reichte mir einen Rucksack. Dann nahm sie meine Hand und rannte mit mir den Gang entlang. Als wir Geräusche hörten, blieb sie sofort stehen. „So kommen wir nicht raus. Verdammt! Was nun?“ Ich stand hinter Mimi und sah mich mehrfach um. „Und was ist wenn wir unseren Geheimen Gang nach draußen nehmen?“ wollte ich wissen. „Aber dann müssten wir nach oben und das wäre zu gefährlich!“ Ich sah, wie Mimi panisch wurde. „Bleib Ruhig! Nach unten können wir nicht! Von dort kommen die Männer... also was haben wir zu verlieren? Wenn wir hinauf gehen, haben wir wenigstens eine Chance! Und jetzt hör auf so förmlich zu sein!“ Scheinbar konnte ich Mimi beruhigen. „Aber... Du hast ja Recht Nanami. Aber du bist nun mal die Prinzessin und deine Eltern sehen es nicht gerne wenn ich so freundschaftlich mit dir Rede.“ Ich dachte, ich höre nicht Richtig. Ich habe meinen Eltern so oft gesagt, das sie sich nicht in mein Leben einmischen sollen und Mimi nicht nur meine Zofe ist, sondern auch meine Freundin. Immerhin ist sie nur 2 Jahre älter als ich. Aber diese Gedanken waren jetzt nebensächlich. Ich schüttelte mit dem Kopf und nickte dann. „Also, gehen wir jetzt hoch?“ wollte ich wissen. Mimi nickte nun ebenfalls und wir rannten zur nächsten Treppe. Von unten hörten wir, dass die Stimmen und die Schritte der Männer mit lauter wurde. Schnell und Leise rannten wir nach Oben. „Schnell Nanami! Gleich sind wir am Turm.“ rief Mimi zu mir, da ich nicht so schnell hinter her kam. „Warte doch auf mich!“ Keuchend kam dann auch ich endlich an. „Schnell rein!“ Mimi schloss die Tür auf und wir verschwanden in den Turm. „Leider kann ich die Tür nicht mit diesem Schlüssel verschließen. Das heißt wir haben nicht viel Zeit!“ meinte Mimi und sah mich sorgenvoll an. „Wir schaffen das schon. Auf nach Unten, dort können wir den Geheimgang hinter dem Bild nehmen.“ Kaum gesagt, waren wir auch schon auf direktem Wege nach unten. Kurz bevor wir ankamen hörten wir Stimmen. „So schnell sind die?“ Ich erschrak, doch Mimi machte mir wieder Mut, in dem sie meine Hand nahm. Wir schoben das Bild zur Seite und kletterten in den Gang. „Geh schon mal vor, ich rück das Bild wieder zurück.“ Ich nickte und ging los. Nach einer Weile kam Mimi zu mir. „Gleich haben wir es geschafft.“ sagte sie und lächelte. Ich öffnete die Tür, welche vor mir erschien und sah nach draußen. Wir haben es wirklich geschafft, doch die Freude hielt nicht lange. Wir hörten wieder Stimmen. „Wieso können die uns folgen??“ wollte ich geschockt wissen. Woher kannten sie den Geheimgang. „Ich konnte den Gang nicht komplett verschließen, die waren schon zu nah. Du musst raus. Renn über die Brücke und bring dich in Sicherheit... und nimm das hier!“ erwiderte mir Mimi und gab mir einen Zepter. „Was ist das?“ wollte ich sofort wissen. „Das ist das Sonnenzepter. Eigentlich solltest du ihn an deinem 18. Geburtstag bekommen, aber nun ist alles anders. Deine Eltern haben ihn mir anvertraut. Wir sollten aus dem Schloss und an einen bestimmten...“ Plötzlich brach Mimi ab und schob mich nach draußen. „Jetzt geh schon! Ich halte sie auf!“ sagte sie schnell und ergriff die Tür. „Aber was passiert mit dir?“ fragte ich panisch. „Ich komme nach, das verspreche ich dir! Nun geh und versteck dich!!“ antwortete sie und schloss die Tür von Innen. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Was sind das für Männer und was wollten sie von mir. Ich klopfte vor die Tür, doch niemand antwortete mir. Stattdessen hörte ich Mimi schreien. Sie sollten sie in Ruhe lassen und sie würde ihnen nichts sagen. Diese Worte waren es, die mich aus den Gedanken riss. Ich drehte mich zur Brücke und rannte los. Wenn ich einmal drüben war, dann hab ich es geschafft. In der Mitte der Brücke angekommen hörte ich plötzlich einen Knall. Schießen die etwa auf mich? Ich traute mich nicht, mich umzudrehen, daher rannte ich weiter.
Endlich auf der anderen Seite angekommen drehte ich mich um. Da stand ich nun, vor mir eine riesige Schlucht und dahinter das Schloss ‘Soleil‘. Mein Zuhause...
Doch plötzlich ging alles sehr schnell! Es knallte erneut und ich sprang zur Seite. Jedoch trat ich in die Luft und im nächsten Moment stürzte ich diesen Abhang hinunter. Vor Schreck habe ich den Zepter losgelassen und meinen Kopf geschützt.
Es drehte sich alles und es schien mir wie eine ewigkeit die ich da runter fiel. Als ich auf dem Boden aufkam, war das sehr schmerzhaft. Dennoch versuchte ich mich aufzurichten und sah nach oben. „Und von dort bin ich runtergefallen? Na da hab ich aber Glück gehabt...“ sagte ich leise. Dann bemerkte ich, das der Zepter weg war und ich sprang vor Schreck auf. Im nächsten Moment spürte ich einen Stechenden Schmerz und fiel um.

„AUAA!!“ schrie ich und saß weinend im Bett. Dann hörte ich wie meine Eltern zu mir rannten. „Nanami! Ist alles okay?“ wollte meine Mutter sofort wissen. Ich hielt mir die Schulter und nickte. „Bist du wieder gestorben?“ fragte mein Vater besorgt. „Wahrscheinlich...“ Ich legte mich wieder hin und zog die Decke bis oben ran. „Was ist passiert in dem Traum?“ fragte meine Mutter und setzte sich aufs Bett. „Das übliche... Ich möchte jetzt weiter schlafen.“ Ich zog die Decke über den Kopf und hoffte das meine Eltern gingen. „Okay, schlaf gut!“ meinte mein Vater und beide gingen hinaus. Sie schienen sich zu wundern, weil ich ihnen sonst immer meine Träume erzähle. Ich wartete noch einige Minuten und setzte mich dann wieder hin. Es schmerzte, alles schmerzte. Nachdem ich meine Nachttischlampe angeschaltet hatte, sah ich auf meine Hand. Ich hatte mir ja die Schulter gehalten und gemerkt, dass es irgendwie Nass war. Doch jetzt sah ich Blut an meiner Hand. Ich öffnete mein Hemd und sah eine Wunde an der Schulter, aber nicht nur das... da waren überall Blaue Flecken. Wieso war dieser Traum so real? Das geht doch gar nicht?! Während ich darüber nachdachte, verband ich meine Schulter notdürftig und legte mich wieder hin.

Es war noch dunkel draußen, aber ich konnte seit dem Traum nicht mehr schlafen, deshalb beschloss ich aufzustehen. Meine Augen waren von den vielen Tränen total zugeschwollen. Langsam und gähnend ging ich in den Flur. Ich wollte runter, etwas Essen und dann wieder hoch. Heute war Samstag und ich hatte keine Schule. Ich kannte den Weg im Schlaf, deshalb blinzelte ich nur beim laufen. Dann ging alles schnell, zu schnell. Ich habe nicht bemerkt das Ronny, mein Kater, im Weg lag und stolperte über ihn. Ich konnte mich nicht mehr halten und flog die Treppe hinunter, mit dem Kopf zuerst und knallte direkt gegen die Skulptur meines Vaters. Ich hörte noch meine Mutter schreien und mein Vater rief den Krankenwagen. Irgendwann lag ich in dem Auto und wir fuhren mit Blaulicht und Sirene in die Klinik. Ich verstand den Aufruhr nicht. Die Sanitäter bemerkten, neben der Kopfwunde, die Blauen Flecken und die Wunde an der Schulter, doch was danach passierte bekam ich nicht mehr mit.

Wo bin ich? Ich kann mich nicht erinnern... Ein Blick nach oben und ich wusste es wieder. Ich bin geflohen und musste Mimi zurücklassen. Dann bin ich gefallen und wurde angeschossen, doch wo kommt das Blut auf meinem Kopf her. Es lief mir an der Wange herunter.Jetzt liege ich hier, um mich herum Wald und Wasser. Ich in einem zerfetzten Kleid und das Sonnenzepter schwamm an mir vorbei...